Whois Abfrage
Whois-Informationen für Domains und IP-Adressen abfragen – Registrar, Inhaber und Nameserver.
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So funktioniert die Whois-Abfrage
Eine Whois-Abfrage sendet eine Anfrage an den zuständigen Whois-Server der Domain-Registry oder des Regional Internet Registry (RIR). Unser Tool fragt mehrere Quellen ab und stellt die Informationen strukturiert dar: Registrar, Registrierungsdaten, Nameserver und – sofern verfügbar und nicht durch Privacy-Dienste verborgen – Inhaberinformationen.
Was steht in einem Whois-Datensatz?
Ein Whois-Eintrag besteht aus mehreren Feldern, die je nach Domain-TLD und Provider unterschiedlich detailliert ausfallen. Die relevantesten Felder bei einer Domain-Abfrage:
- Registrar — der Anbieter, bei dem die Domain registriert ist (z. B. GoDaddy, Cloudflare, INWX).
- Creation Date / Updated Date / Expiration Date — wann die Domain registriert, zuletzt geändert und voraussichtlich abläuft. Älter = vertrauenswürdiger.
- Nameservers (NS) — wo die DNS-Records gehostet werden. Für tiefere DNS-Analyse siehe unsere DNS-Abfrage.
- Status-Codes — z. B.
clientTransferProhibited(Domain kann nicht zu einem anderen Registrar wechseln) — wichtig vor einem Domain-Kauf. - Registrant Information — Inhaber, oft durch Privacy-Services oder GDPR-Filter verschleiert.
Whois bei IP-Adressen — die andere Variante
Bei einer IP-Abfrage liefert das Whois-System nicht die Domain-Registry, sondern das zuständige Regional Internet Registry (RIPE für Europa, ARIN für Nordamerika, APNIC für Asien-Pazifik). Sie erfahren: zu welchem Netz die IP gehört, welche Organisation Inhaber ist, welche ASN verwaltet wird und welche Abuse-Kontakte hinterlegt sind. Letzteres ist relevant, wenn Sie Angriffe oder Spam von einer bestimmten IP an den verantwortlichen Provider melden wollen.
Warum manche Daten fehlen
Seit der DSGVO (2018) und der ICANN-RDDS-Reform sind persönliche Daten in Whois-Antworten oft maskiert — entweder durch Privacy-Services des Registrars oder durch automatische Anonymisierung. Für rechtliche Schritte gegen Domain-Inhaber gibt es separate Anfrageverfahren über die Registrare. Für reine Recherche-Zwecke bleibt aber genug an Information: Nameserver, Registrierungsdaten und ASN-Daten reichen für 90 % der praktischen Anwendungsfälle aus.
Typische Anwendungsfälle
Sie wollen prüfen, ob eine Domain frei oder bereits registriert ist. Sie recherchieren die ASN/Organisation hinter einer verdächtigen IP, die in Ihren Logs auftaucht. Sie suchen den Abuse-Kontakt eines Spamversenders. Sie führen Due-Diligence vor einem Domain-Kauf und prüfen Alter, Registrar-Lock-Status und bisherige Owner-Wechsel. Für tiefere Hintergründe siehe unseren Glossar-Eintrag zu ASN.
Häufige Fragen zur Whois-Abfrage
Was zeigt eine Whois-Abfrage an?
Eine Whois-Abfrage liefert Registrierungsinformationen zu einer Domain oder IP-Adresse: den Registrar, das Registrierungsdatum, Ablaufdatum, Nameserver und je nach Domain auch den Inhaber und dessen Kontaktdaten. Seit der DSGVO werden personenbezogene Daten bei vielen Registraren anonymisiert.
Warum sind manche Whois-Daten versteckt?
Seit Inkrafttreten der DSGVO (Mai 2018) müssen europäische Registrare personenbezogene Daten in Whois-Einträgen schützen. Viele nutzen einen «Privacy Service» oder zeigen nur die Organisation an. Bei .com/.net-Domains werden persönliche Daten oft komplett anonymisiert.
Kann ich sehen, wem eine Website gehört?
Bei vielen Domains ist der Inhaber über Whois sichtbar, besonders bei Unternehmensdomains. Privatpersonen nutzen jedoch häufig Domain-Privacy-Dienste. Alternativ können Sie das Impressum der Website prüfen – in Deutschland ist dieses gesetzlich vorgeschrieben.